Fitnessblogger nerven – Die Welt der Blogger und die es werden möchten

Fitness ist ein gewichtiges Thema im Blog, auf Pinterest oder bei Instagram. Ähnlich wie Foodblogs gewinnt Selbstdarstellung von Fitnessbloggern längst überdimensionalen Raum.

Der durchschnittliche Fitnessblog zeigt Fotos durchtrainierter Körper, beinhaltet unterschiedlichste Rezeptideen für einen schnelleren Muskelaufbau und strikte Diätpläne.
Vielfach mögen die Ergebnisse blendend aussehen, aber wer hat heute die dafür nötige Zeit?

Wer Sport betreibt, profitiert durch positive Ergebnisse. Ist der passende Sport gefunden, darf dieser gern mit Freude und Intensität ausgelebt werden.
Dies mag die morgendliche Joggingrunde sein, ein Training für den Fußballclub oder Bodybuilding, für nahezu jeden Sportinteressierten gibt es das richtige Training um die gewünschten Ziele zu erreichen.
Es ist auch verständlich, das Erreichte zeigen zu wollen.

übertriebene Selbstdarstellung

Bei einem Gutteil der Fitnessblogger hat man als Beobachter das Gefühl, ihnen geht es nicht darum, Sport zu betreiben, sondern vielmehr suchen sie Selbstbestätigung durch ihre Follower.

Wer nach Fitness, Sportgirl oder Training sucht, landet rasch bei Posern, deren Muskeln aufgebläht wirken. Mit Hilfe von Photoshop, diversen Stylingmethoden und Schminke zeigen im Social Media eine Seite von sich, die einen rasch an die alten Filmklassiker wie Conan erinnern.

mehr Schein als Sein

Wer die Augen offenhält, findet inzwischen Bloggerinnen, welche die Wahrheit hinter den geschönten Fotos zeigen.
Sie drehen und wenden sich und machen Fotos im Minutenabstand, um die Wahrheit hinter den Fotos zu zeigen. Der Interessierte erfährt, wie winzige Speckröllchen wegretuschiert werden und was sie ihrem Körper antun, um drahtig und schlank zu wirken.
Von Kasteien kann keine Rede mehr sein, vielmehr erscheint einem dieser Wahn wie ein Wettbewerb.

Frauen können tolle Ergebnisse im Sport liefern und genauso großartige Leistungen wie Männer bringen. Trainieren sie ernsthaft um beispielsweise an Bewerben teilzunehmen, fällt in der Realität häufig die Schminke weg.
Bei einigen Fitnessbloggerinnern finden sich neben Ernährungstipps Schminktipps, um im Fitnesscenter gut auszusehen.

Diese Frauen präsentieren sich perfekt, top gestylt, mit unendlich langen Beinen, abgestimmten Outfits und einer traumhaften Figur.

Wunschdenken und Authentizität

Sport zu treiben kann viele Hintergründe haben, die einen wollen Spaß haben, andere trainieren für Wettbewerbe und die nächsten suchen nach sozialen Kontakten.
Ihre Accounts und Kanäle bieten sinnvollen Mehrwert anstatt der ewigen Posingbilder. Sie wirken nicht wie Supermodels, obwohl ihre Körper gut trainiert aussehen.
Für besseres Verständnis der Materie betreiben einige von ihnen einen Blogcast. Hierbei fallen die Fotos weg, dafür liegt mehr Gewicht auf der Information.
Ihre Rezepte haben Hand und Fuß, denn der Körper benötigt Kraft und Energie. Hierfür reicht ein kleines Müsli seltenst aus. Sie verzichten auf übertriebene Mengen Supplemente. Durchschnittliche Hobbysportler brauchen vernünftige Ernährung, nicht Unmengen an Zusatzpräparaten.

Viele lassen sich von der Scheinwelt der Fitnessblogger inspirieren. Mit ernsthaftem Training haben diese gestylten Fotos allerdings nur wenig gemeinsam, obwohl sie es einem vermitteln wollen.
Trainierende brauchen weniger Supplemente und weniger Fake-Bilder dafür mehr ernste und gute Trainingstipps vom Fitnessblogger, der davon etwas verstehen.

Wer diese Bilder nicht mehr sehen kann, für den bietet sich ein passender Blogcast an. Dort bleiben einem die Fotos erspart, die außer Selbstdarstellung kaum Mehrwert liefern.

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